aktueller Plot
Wir sind Umgezogen! Hier gehts zu unserem Endzeitforum: http://we-are-the-last-survivors.xobor.de



#1

Kleine Bucht.

in Strand. 05.10.2017 19:34
von Gamemaster | 504 Beiträge | 1498 Punkte

....




Bitte keine PN's an diesen Account!
nach oben springen

#2

RE: Kleine Bucht.

in Strand. 13.11.2017 16:32
von Nora Thompson | 63 Beiträge | 163 Punkte



Tag Nummer 3 neigte sich dem Ende zu. Die Sonne hing noch gerade so über dem Horizont, bereit dazu in den Tiefen des Meeres zu verschwinden. Gerade fühlte es sich nicht wie ein Spiel an, eher wie ein lang ersehnter Urlaub. Als Nora den Strand vom Camp aus betreten hatte, zog sie ihre Schuhe aus und stellte diese an einem der Zugänge ab. Ihre Füßen gruben sich in den heißen Sand und für einen Moment schloss sie die Augen. Der Wind zerzauste ihr das blonde Haar, strich ihr sanft über die Wangen, liebkoste ihre Sinne.
Mit einigen Personen hatte sie sich heute unterhalten, doch war ihr nicht danach, allzu viel Zeit mit ihnen zu verbringen. Heute wollte sie die Zeit für sich nutzen, nachdenken. Auch Cameron war ihr nur in der Frühe über den Weg gelaufen, schien beschäftigt und sie wollte ihn nicht stören. So zeichnete sich in ihrem Tagesablauf die weitere Erkundung der Insel ab. Irgendwo sollte es Geheimnisse geben, Aufgaben die auf einen warteten und vielleicht hatte sie sogar das Glück, auf eines dieser Sachen zu stoßen. Dabei hielt sie sich jedoch immer in der Nähe des Strandes, denn auch Gefahren sollten hier lauern und diesen wollte sie nicht allein begegnen. Als nun die Sonne dabei war, unterzugehen, entschied sie sich dazu, ihrem Untergang am Strand zu folgen. Ihre Füße trugen sie weiter als sie bereits gekommen war, immer dem Ufer entland, das Rauschen der Wellen im Uhr. Dieser Moment sollte nur ihr gehören.

Irgendwann erreichte die Blondine eine kleine Bucht, der Strand verlief nicht weiter geradeaus, machte eine Biegung landeinwärts und sie folgte dieser. So kam sie an diesem Ort an, geschmückt von vielen Steinen, der Boden mit abertausenden Muscheln verziert. Ein Stechen in ihren Fußsohlen wenn sie einige davon zerbrach, doch war es kein unangenehmer Schmerz. Es war ein Zeichen der Freiheit. Vorsichtig strich sie mit einem ihre Füße über die glatte Oberfläche eines sehr flachen Steines, an welchem sich bereits Algen fest gesetzt hatten. Nora ließ den Blick schweifen, begutachtete ihre Umgebung. Kleinere Klippen und in der Steinwand, so schien es, war ein Eingang. Etwa eine Höhle? Sollte sie sich diese ansehen? Doch hatte sie nichts dabei, um diese auszuleuchten. Sie würde sich die Stelle merken und später zurück kehren. Wie lange wollte sie hier überhaupt bleiben? Nora hatte sich zwar nur einen Monat frei genommen, konnte sie sich doch aber gut vorstellen, dass sie es hier länger aushalten könnte. Wie unterschiedlich dort wohl die Meinungen der Spieler waren.
Mit einem zarten Lächeln auf den Lippen ging sie einige Schritte weiter. Wie groß wohl diese Insel war? Plötzlich, ganz unverhofft, wurde die junge Frau aus ihren Gedanken gerissen. Sie hörte Schritte, das Plätschern von Wasser hinter ihrem Rücken. War etwa jemand so weit an sie herangekommen ohne das sie es bemerkt hatte? Die Ärztin blieb stehen und drehte sich auf dem Absatz um. Viel zu nah, so sehr schien sie in Gedanken gewesen zu sein, trat ein Mann an sie heran. Die Augen, nur kurz, vor Schock weit geöffnet, denn damit hätte sie nicht so schnell gerechnet. Doch blieb sie an Ort und Stelle stehen, betrachtete dabei ihr neues Gegenüber. Er sah gut aus, beobachtete sie ebenso und kam weiter auf sie zu. Sollte sie etwas sagen. Langsam verschränkte sie die Arme vor ihrer Brust. Nein, er müsste anfangen, schließkich hielt ja er auf sie zu!

@Jahwe A. Levi Es wird noch mehr, versprochen.


nach oben springen

#3

RE: Kleine Bucht.

in Strand. 15.11.2017 14:09
von Jahwe A. Levi (gelöscht)
avatar



Intuitiv reagierte Jahwe, als er die Blondine unbedacht durch den warmen Sand tapsen sah. Ungesehen und leise schlich sich der Brite an die Fremde heran. Ahnungslos stand sie da, ein Lächeln zierte ihr zufriedenen Lippen. Viel zu spät bemerkte sie den Eindringling, als er sich ihrer Privatsphäre schonunglos annahm. Als sie ihn entdeckte, war es längst zu spät. Wie das Reh vor dem Wolf – beobachtete sie ihn einige Sekunden. Doch als Jahwe keinen Abbruch seines stetigen Maschierens tat, blitzte für eine Sekunde die Ungewissheit und Panik in ihren blauen Augen auf. Jahwe versetzte der Blondine einen gekonnten Schlag gegen den Hals, schnitt ihrem Gehirn die Blutzufuhr ab und augenblicklich klappte die Fremde in sich zusammen. Fast schon zärtlich fingen Jahwes Arme den zusammenfallenden Körper auf und geleiteten sie auf den endlosen Sand. Sobald sie regungslos am Strand lag, begannen Jahwes gierige Hände den bewusstlosen Körper der Blondine nach Waffen oder sonstigen Gegenständen zu durchsuchen. Jeder Griff des Geheimagenten saß. Seine Geisel besaß lediglich ein Feuerzeug bei sich, was der Schönling augenblicklich an sich nahm. „Verdammt...“ Keinerlei Anzeichen dafür, dass es sich bei der bewusstlosen Frau um einen der gesuchten ‚Host‘ handelte, ließ Jahwe schließlich ab, rappelte sich auf und begutachtete sein bestialisches Werk.

Ein Gestrandeter weniger, den er zu untersuchen hatte. Jahwe war Agent des britischen Geheimdienstes und man hatte ihn als schottischen Milliardär versteckt auf die Insel geschickt. Der britische Geheimdienst hatte Wind bekommen von den ‚AI’s, die in den Händen des Feindes als gefährlich eingestuft wurden. Es war einer seiner ersten Auswärtsmissionen und er durfte nicht scheitern. Es war seine Aufgabe, eine der artifiziellen Intelligenzen auseinanderzunehmen und – im besten Fall – mit dem Speicheralgorithmus nach London zurückzukehren.

Jahwe wägte ab, wie er vorgehen sollte. Sie hatte ihn bereits gesehen. Sie kannte sein Gesicht. Es war zu gefährlich sie Nähe des Camps niederzulegen und darauf zu hoffen, dass sie sich nicht mehr über den Weg laufen würden. Für seine Mission benötigte er so wenige Feinde wie möglich. Die Insel war zu groß, als dass er sich als Einzelgänger durchschlagen könnte. Jahwe beugte sich hinunter, hob die Fremde auf und trug sie zu seiner eingerichteten Höhle, in der er sich bereits eine kleine Feuerstelle und ein hartes Bett aus Palmenfahnen gebastelt hatte. Rücksichtslos ließ er die Blondine auf den Fahnen nieder, platzierte die Äste und Zweige, die er von den nahegelegenen Sträuchern abgerissen hatte, und zündete ein Feuer an.

Es dauerte bis in die späten Abendstunden, bis die Fremde ein wenig zu zucken begann und Leben in sie zurückkehrte. Jahwe blickte mit gedankenferner Miene in das endlose Schwarz des rauschenden Meeres. „Guten Morgen.“ Nuschelte er lächelnd, als die Blondine die Augen aufriss. „Entschuldige, dass ich dich getackelt habe. Aber du warst in meiner Bucht und ich hielt dich zuerst für einen Eindringling aus den Wäldern.“ Gestand er ihr aufrichtig. „Mein Name ist Dante. Wie heißt du?“


@Nora Thompson

zuletzt bearbeitet 15.11.2017 14:13 | nach oben springen

#4

RE: Kleine Bucht.

in Strand. 16.11.2017 18:42
von Nora Thompson | 63 Beiträge | 163 Punkte




Nora stand noch immer da, wartete darauf, was wohl passieren würde, was er wohl tun würde. Doch mit dem, was jede Sekunde kommen sollte, hätte die Blonde niemals gerechnet. Sie hatte sich hier bis jetzt sicher gefühlt, sie hatte sich wohl gefühlt. Man hatte gesagt, dass man die Gäste nicht verletzen könnte. Doch anscheinend war hierbei nur die Rede von den Hosts Mit schnellen Schritten eilte er auf sie zu und als die junge Ärztin merke, dass er nicht langsamer wurde, taumelte sie intuitiv einige Schritte zurück. Wollte ausweichen, nicht in seine Fänge geraten. Der Schock stand in ihren Augen geschrieben, als sie nur noch eine Hand sah, welche nach ihr ausholte.
Und plötzlich war da nur noch die Schwärze, die Schwärze und ein explodierender Schmerz in ihrem Kopf. Sie verlor jegliche Kontrolle über ihren Körper. Dann wurde alles taub, kein Gefühl, die gähnende Leere die nach ihr schrie und sie in ihre unendlichen Weiten zog.




Ein Traum. Ein komischer Traum. Ein absurder Traum, doch wollte sie nicht aufwachen. Sie wollte ihn weiter verfolgen und ließ sich in der Bewusstlosigkeit dahingleiten.
Nikki Flemming, ein ganz normales Mädchen, eine Kellnerin aus dem beliebtesten Pub der Stadt ging Seite an Seite mit einem ihr noch verdeckten Mann durch ein Einkaufszentrum. Nora versuchte einen Blick auf ihn zu werfen, doch blieb sein Gesicht ihr verborgen. Nikki lachte, sie schmiegte sich an die Schulter des Mannes. Sie schien glücklich zu sein, glücklich und verliebt. Eine Eingebung und Nora wusste auf einmal, um wen es sich bei diesem Mann handelte. Sein Name war Alex Thatcher. Und Alex Thatcher war ein Vampir. In diesem Moment war der Blonden absolut bewusst, dass sie träumte. Es gab keine Vampire und sie als Medizinerin musste dies schließlich wissen. Doch folgte sie den beiden weiterhin. Sah wie sie Kleidung kauften, der Mann der Frau einen Eisshake bestellte. Schließlich nahm er sie wieder bei der Hand und zog sie hinter sich her. Nora musste schneller gehen um ihnen zu folgen und plötzlich standen sie alle vor einem Juwelier. Die beiden gingen hinein, Nora wartete draußen und beobachtete durch das Fenster. Alex nahm sich eine Schmuckschatulle und holte eine kleine Kette heraus. Diese präsentierte er dem Mädchen und legte sie ihr um den Hals. So zärtlich. Er flüsterte ihr einige Worte zu und unter normalen Umständen hätte Nora diese nie hören können.

"Es ist Nacht,
und mein Herz kommt zu dir ...,
hält's nicht aus,
hält's nicht aus mehr bei mir."

Dann sah sie sein Gesicht und dieses Gesicht hatte sie schon einmal gesehen. Nur kurz, doch es war unverkennbar seines. Alex Thatcher war der Mann der sie soeben bewusstlos geschlagen hatte.


Diese Szene ist nachzulesen .. ach frag mich doch mein Herzchen!





Ihr Schädel brummte. Langsam wich die Taubheit dem zurückkehrenden Schmerz. Ihre Glieder fühlten sich an wie Blei. Sie schaffte es noch immer nicht, sich zu bewegen. Ihr Geist war da, doch konnte sie nicht einmal die Augen öffnen. Innerlich verkrampfte sich alles. Ein starkes Pochen und ihr Körper zuckte. Alles wurde Stück für Stück klarer. Erst nahm sie Geräusche war. Das Rauschen des Meeres, das Knistern eines Feuers und die ruhigen Atemstöße einer weiteren Person. Eine weitere Person? Ihr schwante böses. Dann kehrte das Gefühl in ihren Armen und Beinen zurück, Blätter und kleine Äste pieksten sie in ihre Haut. Nora schaffte es wieder die Augen zu öffnen, ein gequältes Stöhnen verließ ihre Lippen als sie sich sogleich versuchte aufzurichten. Ihr Blick streifte die Umgebung ab, blieb an einem Fleck hängen, der sich als der Prügelknabe heraus stellte. Die Augen verengten sich und ein Schrei, ein Schrei um Hilfe sollte ihrer Kehle entweichen - doch da war nichts. Ihre Stimme war leise, heiser und rau. Sie verstand sich selbst nicht einmal. So stellte sie ihren Versuch ein und sah den Kerl weiterhin an. Sie war ihm ausgeliefert. Vorsichtig blickte sie rechts und links an ihm vorbei. Erkannte, dass sie wohl in einer Höhle sein musste, eine karg eingerichtete Höhle, die wohl ihm gehören musste. Plötzlich begann er zu sprechen, sah sie dabei nicht an, doch waren seine Worte eindeutig an sie gerichtet.
Seine Lippen zierten ein Lächeln als er sie begrüßte und Nora wusste nicht, in welche Schublade sie ihn nun stecken sollte. Er entschuldigte sich, versuchte sich zu erklären. Ihr Mund verzog sich bei seinen Worten zu einer schmalen Linie. Seine Bucht? Das war doch wohl noch lange kein Grund sie auf den Boden zu befördern. Versucht empört warf sie ihm einen ihrer berühmten Todesblicke zu. Leider hatte dieser noch nie seine volle Wirkung entfalten können. "Dante", flüsterte sie und wiederholte dabei seinen Namen. Ihre Blicke kreuzten sich, blieben aneinander haften. Vorsichtig begann sie mit ihren Fingern ihren Schlafplatz abzusuchen, in der Hoffnung etwas zu finden, was sie als Waffe benutzen könnte. "Dante - weißt du eigentlich das du ein riesiges Arschloch bist?"

@Jahwe A. Levi


nach oben springen


Besucher
0 Mitglieder und 1 Gast sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Rhea Ohara
Besucherzähler
Heute waren 3 Gäste online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 1066 Themen und 2178 Beiträge.

Heute waren 0 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 32 Benutzer (07.02.2018 16:58).