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#1

Pfad zum Fluss.

in Fluss und Bäche. 05.10.2017 19:24
von Gamemaster | 504 Beiträge | 1498 Punkte

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#2

RE: Pfad zum Fluss.

in Fluss und Bäche. 15.11.2017 16:09
von Amun El Sayed (gelöscht)
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First Post.



Amun war beunruhigt. Er wusste, dass die Alius-Initiative nicht die legalsten Dinge tat, wie zum Beispiel ihm den Kopf aufzuschneiden, um den Fortschritt seines Tumores zu beobachten. Es gab so viel Unerklärliches auf der Insel und der Mann wagte es nicht darüber nachzudenken, seine Gedanken würden kein Ende finden, keine Lösung und letztendlich würde er sich nur im Kreis drehen. Wie war es möglich, dass sein Tumor nicht mehr versuchte ihn zu töten, sondern eine Art Pause einlegte, vor dessen Ende sich Amun immer noch fürchtete. Doch solange er hier war, würde er weiterleben- jedenfalls hoffte er das. Aber jetzt wo ein Flugzeug auf diesem Ort abgestürzt war, glaubte er, dass wenn sie entdeckt werden würden und alle Mitglieder eines Tages wieder ans Festland bringen würden, sein Tumor wieder weiterwachsen würde. Mehr oder weniger auf eigene Faust, hatte er seinen Rucksack geschultert, verließ seine Hütte und steckte sich vor dem Verlassen des Geländes noch ein paar Überwachungskameras ein. Amun wollte sich schützen, dachte dabei nicht einmal an die anderen, sondern nur an sein eigenes Leben. Er brauchte die Kontrolle über das, was die Gestrandeten taten und machte sich in den Wald auf. Die Alius-Mitglieder kannten sich auf der Insel recht gut aus- so auch Amun- und deshalb wusste er auch, in welche Richtung er zu gehen hatte und wo er die Kameras am besten anbringen könnte. Zielgerichtet marschierte er drauf los, steckte einen Zipfel seines Shirts in die Hose und zog die Riemen des Rucksacks mit den Händen vor seiner Brust zusammen. Der Mann lauschte dem Plätschern des Flusses, der nur wenige Meter neben ihm auftauchte und folgte dessen Verlauf. Als er glaubte eine geeignete Stelle gefunden zu haben, suchte er sich einen Baum, auf den er klettern könnte. Seine vernarbten Hände umschlungen einen Ast, wobei sich die Rinde in seine Haut bohrte und ihm der Schmerz jenen grausamen Tag wieder ins Gedächtnis zurückrief. Die Augen für einen kurzen Moment geschlossen, atmete er tief durch und versuchte die Bilder zu verdrängen. Lange hatte er gegen seine Depressionen gekämpft- immer ohne Erfolg- doch jetzt wo er die Chance hatte weiterzuleben, glaubte er, dass Gott ihm ein Zeichen senden wollte. Die Strafe für den Tod seiner Mutter war der Tumor gewesen und er nahm das Leid, was dies mit sich brachte auf sich, so wie es ein Muslime tat. Doch was hatte er getan, dass ihm das Leid nun genommen wurde? Der nächste Stich in seiner Handfläche holte ihn ins Hier und Jetzt zurück und zwang ihn auch die letzten Meter des Baums zu erklimmen. Zwischen zwei Äste gesetzt, drehte er seinen Rucksack auf seine Brust, öffnete ihn und holte eine Kamera, sowie ein bisschen Draht hervor. Amun versuchte sich hinzustellen und suchte mit einer Hand nach Halt. Konzentriert, brachte er die Kamera an, als ihm nicht weit unter ihm, jemand mit langem braunem Haar auffiel. Sie schien noch ein Stück entfernt zu sein, doch wusste er nicht, ob er sie gesehen hatte. Jetzt viel schneller, packte er den Draht wieder in seinen Rucksack, schloss diesen und kletterte den Baum runter, auch wenn er bei jeder Berührung der Rinde mit seiner Handfläche geschrien hätte. Er wusste, dass sie niemand von der Alius war, so viel hatte er, als er noch in der Baumkrone gesessen hatte, erkennen können, daher konnte sie nur eine Überlebende des Flugzeugabsturzes sein. An weiteren Bäumen vorbeirennent, verwirrt und ein wenig verängstigt, war ihm nicht wirklich bewusst, in welche Richtung er steuerte. Erst als er mit voller Wucht gegen die Frau rannte, wurde ihm bewusst, dass es die Falsche gewesen war. Wie aus dem Nichts war sie vor ihm aufgetaucht. Die Fremde schlug hart auf dem Boden auf und Amun fiel mit ihr, wobei er seine Arme hob und versuchte sich abzustützen. Eine hand vom Boden abgehoben, legte er jene an seine Stirn und rieb sich darüber. Als seine Augen in die ihren blickten, rappelte sich der Mann schneller denn je auf und klopfte sich eifrig den Dreck von den Klamotten. "Entschuldige... ich... ähm." So ganz wusste Amun nicht, was er tun sollte, wohin mit seinen Händen oder was er sagen konnte. Hatte sie ihn zuvor auf dem Baum gesehen und war sie wütend oder verwundert? Vielleicht hatte sie aber auch schmerzen, denn immerhin war sie unsanft auf dem Boden gelandet. Amun hatte keine Ahnung, wie man mit anderen umging, dass hatte er noch nie gut gekonnt. Freundschaften hatte er nie geschlossen und wenn er doch mit jemandem was unternommen hatte, dann ging jene Verabredung nicht von ihm aus. Also kam der Äqypter auch nicht auf die Idee, ihr die Hand zu reichen, um ihr aufzuhelfen, sondern schob diese in seine Hosentaschen, um seine Narben zu verbergen. "Hast.. Hast du dir was getan?", fragte er dann doch vorsichtig und wagte es sie wieder anzuschauen.

@Pandora Calypso Havilliard
//Falls dir was nicht passt, einfach Bescheid geben.

zuletzt bearbeitet 15.11.2017 17:43 | nach oben springen

#3

RE: Pfad zum Fluss.

in Fluss und Bäche. 18.11.2017 16:58
von Pandora Calypso Havilliard (gelöscht)
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Es war alles verschwommen, wie im Rausch waren die Menschen auf die Insel gekommen und mussten nun irgendwie überleben. Für die gebürtige Spanierin, war es nicht besonders leicht, immerhin vermisste sie ihre Mutter als auch ihre Freunde. Pandora machte sich Sorgen, denn es waren meist die Leute mit denen man sich am Meisten verband, die die nur durch einem selbst aufgebaut werden konnten. Für ein jungendliches Mädchen, waren der Freundeskreis als auch andere Dinge wie Elektronik eine große Sache im Leben, sofern sich die Dunkelhaarige manchmal kaum zu erinnern glaubte, was sie ebenso irritierte. Spanische Wörter kamen ihr ab und an nicht über die Lippen, obwohl sie dies alles aussprechen können müsste, aber anscheinend waren in einigen Momenten vor Aufregung alles wie erloschen. Aufgrund von Organisationen, wurden die Menschen innerhalb der geschaffenen Gruppe, aufgeteilt in verschiedenen Aufgaben. Nur indem man abwog, wo wer hinein passte, konnte man die Schlüsse treffen um die Leute in bestimmte Dinge einzuordnen. So gab es die, die sich um die Zelte bemühten, damit sie bei Nacht wenigstens so etwas wie ein Dach über den Kopf hatten, als auch die, die sich um die Nahrung kümmerten. Pandora hatte sich für die Erkundung der Insel gemeldet, doch damit sollte es nicht getan sein, jedenfalls sollte auch sie sich um Nahrung kümmern, und so hatte sie einen kleinen Beutel, der mit mehreren Beeren schon gefüllt war, mitgenommen. Der Dschungel breitete in ihrem Innern ein ungutes Gefühl aus, denn sie würde gerne gefährliche Tiere vermeiden. Insbesondere weil sie sich ohne Waffen nicht unbedingt zu verteidigen wusste, doch irgendwoher mussten die Beeren kommen, und so bemühte sie sich, sich nicht gänzlich in Gefahr zu bringen. Möglicherweise hätte sie auch so etwas wie eine Chance, denn die Frau war auch nicht Charakterschwach, aber die Ausdauer dieser Stärke ließ auch gerne mal nach. Die Insel aber generell, war nichts für Pandora, sie beherbergte Wasser rundherum. Wenn die Flut einher brechen würde, wäre sie sicher zu ertrinken. In ihren Erinnerungen wusste sie um schlechte Erfahrungen, bei denen sie von mehreren Wellen mitgerissen wurde und ihre Mutter sie rechtzeitig vorm ertrinken bewahren konnte. Seit dem hatte sie nie wieder etwas betreten, was nicht als Dusche oder Badewanne abgestempelt wurde, sondern als weites Meer. Das Rauschen eines Flusses drang in ihr Ohr, sie konnte deuten wo sie genau war, was ihr umso mehr half, um wieder umkehren zu können. Mit einer Hand fuhr sie durch ihre Haare, etwas unachtsam und verträumt, spürte sie nur noch einen harten Stoß, der sie mit einem gewissen Gewicht zu Boden rang. Schmerzlich verzog sie das Gesicht und legte kurz ihre Hand gegen den Kopf, der zu dröhnen schien. Ihre dunklen Rehaugen suchten einen festen Halt, die sogleich auf den Manne lagen, der sich über ihr erhob und genauso überrascht schien, wie sie selbst. Ihre Augen klimperten einige Male, bis sie realisierte, dass der Mann gerade wieder aufgestanden war. Pandora sah noch einmal zu den blauen Himmel, bis sie ihren Kopf leicht schüttelte und seine Worte vernahm. Sachte setzte sie sich auf, um sich langsam aufzurappeln und ansatzweise zum stehen zu kommen. "Alles gut...mir dröhnt nur etwas der...Kopf" kam ihr säuselnd über die Lippen und musterte ihn etwas genauer. Er kam ihr nicht ansatzweise bekannt vor, somit war er auch nicht Teil der Gruppe aus dem Flugzeug. Nun lag die Frage darin, was er hier machte, immerhin kam man hier sicher nicht für einen entspannenden Urlaub her. "Du...bist nicht aus dem Flugzeug. Woher kommst du? Was machst du hier? Ich meine...ich. Entschuldige, ich plappere zu viel..." meinte sie mit einem entschuldigenden Lächeln und vergas beinahe, dass er sie zu Boden gerungen hatte mit dem Zusammenstoß. "Ich bin Pandora" stellte sie sich gleich einmal vor, auch wenn der Mann hätte bedrohlich sein können, sah sie in ihm nichts böses.

@Amun El Sayed

zuletzt bearbeitet 18.11.2017 17:08 | nach oben springen

#4

RE: Pfad zum Fluss.

in Fluss und Bäche. 21.11.2017 18:48
von Amun El Sayed (gelöscht)
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Es schien so als würde die Brünette Amun nicht bemerken, doch fürchtete er, dass sie es tun könnte. Es brauchte nur einen knackenden Ast und er würde auffliegen. Sich der Frage, was er da oben mache, zu stellen würde ihm eine Antwort abverlangen, die er nicht hatte und zu langes Überlegen wäre in dieser Situation wohl sehr auffällig, doch die Gestrandete konnten doch nicht wissen, dass sich auf der Insel eine Forschungseinrichtung befand. Amun kletterte also schnellstens den Baum wieder runter, atmete am Boden angekommen wieder auf und hatte kaum mehr Zeit sich umzuschauen. Daher lief Amun auch in die völlig falsche Richtung. An den Bäumen und Büschen vorbeirennend, war ihm die Sicht auf die Frau versperrt und so konnte er auch nicht sehen, dass sie überhaupt dort war, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Doch dann lag Amun mit der Fremden auf dem Boden, war mit voller Wucht gegen sie gerannt und hatte sie mit sich gerissen. Amuns Hände brannten, wie sie versuchten sich von dem Körper der Frau fernzuhalten, um zu vermeiden, dass er auch noch sein Gewicht auf sich trug, wo sie doch schon Schmerzen vom Aufschlag auf den Boden hatte. Eine Hand an ihren Kopf legend, sah sie in der nächsten Sekunde in die grün-blauen Augen von Amun, der mehr als verwirrt und geschockt war. So schnell wie er sie umgeschmissen hatte, stand er aber auch schon wieder auf und sah sie weiter an, wobei sich seine Stirn in Falten legte. Die Braunhaarige brauchte eine Weile, ehe sie auch zum stehen kam und Amun war fast versucht sie festzuhalten, damit sie nicht wieder umkippte, falls ihr schwindelig sein sollte. Doch Amun berührte sie nicht, sondern blieb stets auf Sicherheitsabstand. „Tut mir wirklich leid… ich wollte nur...“ Ja, was wollte er nur? Sicherlich konnte er nicht einfach sagen, dass er zurück zur Alius wollte, also blieb nur eine Lüge. Und dann kam jenes Mustern von ihr, vor dem er sich fürchtete und sie erkennen würde, dass sie ihn noch nie zuvor gesehen hatte. Während sie ihre Fragen runterratterte, fiel ihm ein Beutel neben ihr auf, der wohl ein paar Beeren beinhaltete und den er aufhob, um sich mit seinem Gesichtsausdruck nicht zu verraten. Denn man erkannte ganz deutlich, dass es in Amuns Kopf wie verrückt arbeitete, um eine plausible Erklärung zu finden, warum er hier war und sie ihn im Flugzeug nicht gesehen hatte. Die Entwickler von Amun, hatten einen Mann voller Schuldgefühle geschaffen, der eigentlich ein gutes Herz besaß, doch konnte er auch hinterhältig und gefährlich werden. Amun hatte nicht ohne Grund einen Revolver und ein stumpfes Messer bei sich. „Ich… ich bin dir womöglich nur einfach nicht aufgefallen. Ich falle nie auf.“, meinte er schließlich emotionslos und log bei seinem zweiten Satz nicht einmal. Eigentlich war er schon immer sehr ruhig gewesen, hatte stets gewusst, wie er sich anzupassen hatte und mied die Aufmerksamkeit. Dann sah er unschlüssig auf seine vernarbte Hand, die den Beutel umschloss. „Du hast also nach etwas Essbarem gesucht?“, stellte er diesmal eine Gegenfrage und hielt ihr dann doch den Beutel hin. Sobald sie ihn genommen hatte, zog er seine Hanf zurück und schob beide in seine Hosentaschen, weil er sich irgendwie dafür schämte. Es war eine Erinnerung an all die Fehler, die er gemacht hatte und den Verlust des Menschen, den er am meisten geliebt hatte. „Ich habe auch Nahrung gesucht, nur glaubte ich ein Tier hinter mir gehört zu haben.“ Und damit sollte es als Erklärung, was er hier tat, für ihn ausreichen. Vielleicht aber plapperte sie wirklich zu viel und er hätte ihre Worte gut ignorieren können, doch wusste er nicht, wie aufmerksam sie war und ob sie das stutzig gemacht hätte. Nervös wackelte Amuns Bein, als sie sich vorstellte und das für ihn bedeutete, dass er es auch tun müsste. Aber der Mann machte immer einen Aufstand, wenn es darum ging, also versuchte er es einfach zu ignorieren und beschloss ihr nicht zu verraten, wie er hieß. „Vielleicht kann ich dir ja damit helfen.“, meinte er und deutete mit dem Kinn in die Richtung des Beutels, wobei er ein kleines Lächeln aufsetzte. „Ich bin vor ein paar Tagen an eine kleine Stelle mit Unmengen von Beeren gekommen und wenn du möchtest, dann zeige ich sie dir?“, fragte er vorsichtig und sah sich ein wenig beunruhigt um, ob noch jemand hier war.

@Pandora Calypso Havilliard
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TBC: Waldweg

zuletzt bearbeitet 11.12.2017 19:08 | nach oben springen


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